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    <title>Debatte - Stimmrechtsalter 16</title>
    <link>http://stimmrechtsalter16.politnetz.ch</link>
    <description>Am 29.11.2009 findet im Kanton Bern die Abstimmung zum aktiven Stimmrechtsalter 16 statt. Wird sie angenommen, k&#246;nnen Jugendliche ab 16 Jahren ab dem 1.1.2010 bei kantonalen Abstimmungen und Wahlen teilnehmen.
In Bern steht also in K&#252;rze der Entscheid zur Debatte bevor, doch im ganzen Land ist das Thema aktuell.

Was haltet ihr davon?
Sind 16-j&#228;hrige bereits reif genug, politische Entscheide zu treffen?
Ist die Beeinflussung durch die Eltern ein Problem?
Was w&#228;ren negative Konsequenzen bei einem JA, welche Argumente sprechen daf&#252;r, die Initiative anzunehmen?
Eure Meinung interessiert!</description>
    <language>de</language>
    <item>
      <title>Auflistung der wichtigsten Pro- und Contra-Argumente </title>
      <description>Die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente als kleine &#220;bersicht:

F&#252;r die Herabsetzung des Stimmrechtsalters

* Mehr Demokratie
Wer von staatlichen Regelungen betroffen und zur Diskussion und Entscheidung dar&#252;ber f&#228;hig ist, soll mitreden und stimmen k&#246;nnen. Jugendliche ab 16 Jahre haben diese F&#228;higkeit.

* Intellektuelle und soziale F&#228;higkeiten vorhanden
Den Sechzehnj&#228;hrigen ist aufgrund ihrer intellektuellen und sozialen Entwicklungsstufe die Teilnahme am politischen Prozess zuzutrauen.

* Untervertretung der Jungen
Jugendliche und junge Erwachsene sind in politischen Gremien (Parlamenten usw.) untervertreten.

* Vollwertige Staatsb&#252;rgerinnen und Staatsb&#252;rger
Die fr&#252;he Anerkennung als vollwertiger Staatsb&#252;rger l&#228;sst auf eine bessere Integration in Staat und Politik hoffen.

* Von der Theorie in die Praxis
Es gibt keine L&#252;cke zwischen Theorie und Praxis mehr: Die Stimmberechtigung schliesst besser an den schulischen Unterricht &#252;ber politische Bildung an.

Gegen die Herabsetzung des Stimmrechtsalters

    * Ausgebaute Demokratie besteht
      In jeder Demokratie ist ein Teil der Einwohnerinnen und Einwohner im Parlament vertreten, ohne dass sie ein Mitspracherecht haben (fr&#252;her: Minderbemittelte, Frauen, ...).

 * Keine L&#246;sung f&#252;r Untervertretung
Die Herabsetzung des Stimmrechtsalters wird an der Untervertretung der Jungen in der Politik nichts &#228;ndern.

* Interesse und teilweise Reife fehlt &#8211; Vorschlag geht zu weit
Den Sechzehnj&#228;hrigen fehlt das Interesse an der Politik. Zum Teil fehlt auch die erforderliche Reife f&#252;r das W&#228;hlen und Abstimmen.
Wenn schon eine Herabsetzung des Stimmrechtsalters, dann mit einer Beschr&#228;nkung auf das Aktivstimmrecht unter Ausschluss des Passivstimmrechts*.
*Passivstimmrecht: Recht, in eine politische Beh&#246;rde (Beispiel: Gemeinderat) gew&#228;hlt zu werden

* Recht bedeutet Pflicht
 Das Stimmrecht umfasst auch die &#8211; moralische &#8211; Pflicht, an Wahlen und Abstimmungen teilzunehmen; diese Belastung sollte man den Jugendlichen nicht zumuten.</description>
      <author>Tobias Pulver</author>
      <pubDate>Wed, 09 Sep 2009 16:04:47 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/260/anzeigen</link>
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    </item>
    <item>
      <title>Ein JA! h&#228;tte keine (voraussehbaren) negativen Konsequenzen, wieso also nicht den interessierten Jugendlichen die Chance geben, in der Politik mitzuwirken?</title>
      <description>Das Interesse an der Politik ist bei 16- und 17-j&#228;hrigen, entgegen der allgemeinen Erwartung, bereits vorhanden! Befragungen haben ergeben, dass ein &#228;hnlicher Wert an Interessierten wie bei den 18-24-j&#228;hrigen besteht, n&#228;mlich um die 30 Prozent.

Fehlt nun tats&#228;chlich einem Teil der 16- und 17-j&#228;hrigen die Reife f&#252;r politische Entscheide, so gehen diese auch sicher nicht w&#228;hlen, da aus meiner Sicht bez&#252;glich Politik die Reife eine Voraussetzung f&#252;r das Interesse und folgich Wahlabsichten sind. Wer also unreif ist, wird kaum w&#228;hlen gehen und somit niemandem schaden.

Auch finde ich, dass eine Beschr&#228;nkung auf das Aktivstimmrecht keinen Sinn machen w&#252;rde, da kaum jemals jemand gew&#228;hlt wird, der nicht gen&#252;gend reif f&#252;r einen solchen Posten ist. Die W&#228;hlerschaft wird wohl niemanden w&#228;hlen, den sie f&#252;r unreif h&#228;lt.

Bei einem JA! sehe ich also keine absehbaren negativen Konsequenzen, hingegen w&#228;re ein NEIN! schade, da man durch die Herabsetzung viele Junge f&#252;r die Politik gewinnen k&#246;nnte und bereits Interessierten die Chance gibt, aktiv mitzumachen.

Doch vielleicht hat sich ja jemand bereits besser informiert und hat auch gute Argumente f&#252;r eine Ablehnung der Herabsetzung?</description>
      <author>Tobias Pulver</author>
      <pubDate>Wed, 09 Sep 2009 16:22:54 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/261/anzeigen</link>
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    </item>
    <item>
      <title>Stimmrecht mit 16 ist gut, richtige politische Bildung noch besser!</title>
      <description>Es mag sie geben, die Schulklassen, die in den Genuss von inhaltlich guter und motivierender &quot;Staatskunde&quot; kommen. Den meisten bleibt dieses essentielle Fach in einer sinnvollen Form jedoch verwehrt. Das ist schade, denn ohne das Interesse an Politik n&#252;tzt ein Stimmrecht mit 16 nicht viel. Nat&#252;rlich habe ich nichts dagegen, dass auch interessierte 16-J&#228;hrige mitbestimmen k&#246;nnen, doch gegen das weit verbreitete &quot;Was geht mich das an&quot;-Syndrom &#8211; welches ich als zentrales Problem im Feld Jugend &amp; Politik erachte &#8211;  hilft es wenig.</description>
      <author>Julian Meier</author>
      <pubDate>Thu, 10 Sep 2009 15:16:15 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/265/anzeigen</link>
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    </item>
    <item>
      <title>Neu-Bundesrat Burkhalter ist f&#252;r Stimmrechtsalter 16. Bravo!</title>
      <description>Hat er so gesagt in der Arena vom letzten Freitag.</description>
      <author>Hansueli P</author>
      <pubDate>Tue, 22 Sep 2009 10:06:31 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/308/anzeigen</link>
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    </item>
    <item>
      <title>Eine Sch&#252;lerin in der SF-Arena: &quot;Das Problem ist, dass es nach dem Ende der obligatorischen Schulzeit eine L&#252;cke von zwei Jahren hat, bis man stimmen darf.&quot;</title>
      <description>Genau, denn w&#228;hrend dieser Zeit geht viel Staatskundewissen verloren. Da w&#228;re es besser bereits ab 16 stimmen und w&#228;hlen zu d&#252;rfen.</description>
      <author>Hansueli P</author>
      <pubDate>Tue, 22 Sep 2009 10:08:58 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/309/anzeigen</link>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Entwicklung der kognitiven Kontrolle ist bei Jugendlichen erst mit 25 Jahren abgeschlossen. Wieso sollen sie mit 16 das Stimm- und Wahlrecht erhalten?</title>
      <description>Nach Ansicht von Laurence Steinberg, einem f&#252;hrenden amerikanischen Neurologen ist die Entwicklung des menschlichen Hirns erst Mitte Zwanzig abgeschlossen:

&quot;Etwa zur Zeit der Pubert&#228;t zeigt sich im Hirn ein dramatischer Anstieg von Dopaminrezeptoren. Der Nervenbotenstoff Dopamin vermittelt vor allem Freude und Belohnung. Der Anstieg der Dopamin-Aktivit&#228;t f&#252;hrt dazu, dass die Jugendlichen viel neugieriger werden und den Nervenkitzel regelrecht suchen; sie sind geradezu s&#252;chtig nach Gef&#252;hlen der Belohnung und der Best&#228;tigung.

Aber es gibt ein zweites System im Gehirn, n&#228;mlich eine Art kognitive Kontrolle, das uns hilft, nach vorne zu schauen, die Konsequenzen unseres Handels abzusch&#228;tzen, zu planen. Dieses Kontrollsystem ist auch eine Art Impulsbremse, doch es ist erst Mitte zwanzig ausgereift.

Die Diskrepanz in der Entwicklung dieser beiden Hirnsysteme f&#252;hrt dazu, dass sich Heranwachsende oft riskant und r&#252;cksichtslos verhalten, bis hin zum Verbrechen, obwohl sie intellektuell schon in der Lage sind, rationale, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.&quot; (Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Unsere-Kinder-werden-viel-zu-hart-bestraft/story/23010883)

Aus dieser Sicht m&#252;sste das Stimm- und Wahlalter entweder auf 25 Jahre hinaufgesetzt werden, oder aber Kinder m&#252;ssten bereits bei der Geburt stimm- und wahlf&#228;hig werden.

Wahl- und Stimmrecht mit 16 ist eine v&#246;llig willk&#252;rliche Setzung.


</description>
      <author>Thys Flueler</author>
      <pubDate>Sun, 22 Nov 2009 08:30:55 +0100</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/450/anzeigen</link>
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    </item>
    <item>
      <title>Zukunftsgestaltung beginnt mit 16!</title>
      <description>Etwas ungl&#228;ubig verfolgte ich Aussagen wie &quot;Mit 16 kann ein Jugendlicher sich noch keine politische Meinung bilden&quot; oder &quot;16-j&#228;hrige sind noch nicht in der Lage zu politisieren&quot;. Vorst&#246;sse aus Jugendparlamenten oder Jugendr&#228;ten zeigen mir das klar ein anderes Bild!

Da frage ich mich, weshalb trauen wir 16-j&#228;hrigen politisch so wenig zu, wo sie sonst (fast) &#252;berall Eigenverantwortung &#252;bernehmen m&#252;ssen? Und wie sollen sie dann &#252;berhaupt ihre Zukunft gestalten?
Wenn Jugendliche mit 16 nicht abstimmen d&#252;rfen, sollte auch eine obere Limite gesetzt werden. Sagen wir mal bei 75 Jahren. Weshalb soll jemand im fortgeschrittenen Alter &#252;ber drastische Themen wie Schuldentilgung, Entsorgung von Atomm&#252;ll, Nachhaltige Umweltpolitik und eine starke Bildung entscheiden d&#252;rfen, wo sie mit den Auswirkungen m&#246;glicherweise nicht mehr konfrontiert werden? Auf der anderen Seite Jugendliche, welche sich morgen mit dieser Thematik (also mit den heute erstellten Problemen) befassen m&#252;ssen, die jedoch ihre Meinung dazu nicht kund geben d&#252;rfen?

Deshalb spreche ich mich ganz klar f&#252;r das Stimmrechtsalter 16 aus - f&#252;r die Zukunft der Schweiz!</description>
      <author>Matthias Gautschi</author>
      <pubDate>Mon, 08 Feb 2010 21:24:05 +0100</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/723/anzeigen</link>
      <guid>http://www.politnetz.ch/beitrag/723/anzeigen</guid>
    </item>
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